Tee in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt, was sollte man beachten?
„Herzlichen Glückwunsch, Sie erwarten ein Kind! Und auch während der Schwangerschaft müssen Sie nicht auf Tee verzichten.“ So oder so ähnlich beginnen wir in der Regel unsere Antwortschreiben, wenn uns wieder einmal Fragen zum Thema Tee und Schwangerschaft (oder Kinder) erreichen – und davon glücklicherweise immer mehr!
Veränderung des Geschmacksempfindens
Doch mit der Schwangerschaft verändert sich vieles und damit meine ich nicht die schlaflosen Nächte, die kommen erst noch, versprochen! Die berühmt berüchtigten Heißhunger-Attacken und Absurditäten („Schatz, kannst Du nochmal los und mir Nutella und Heringe kaufen??“) sind individuell höchst verschieden. Fakt ist jedoch, dass sich mit der Schwangerschaft auch das Geschmacksempfinden ändert – nicht nur während, sondern oft auch noch danach.
Schwarztee & Grüntee: Koffeindosierung in der Schwangerschaft
Viele Teetrinker sind besorgt, wenn es um klassischen Schwarz- oder Grüntee geht, denn mit Bekanntwerden der Schwangerschaft verzichten viele Frauen schlagartig auf Tee, Kaffee und Cola (in den letzten beiden Fällen finden wir das auch gar nicht schlimm).
- Unbedenkliche Tees: Wer bis dato ohnehin Rooibos-, Früchte- oder Kräutertee getrunken hat, kann in der Regel einfach das weiter trinken, was ohnehin im heimischen Teeschrank zu finden ist.
- Schwarz- & Grüntee in Maßen: Aber auch Schwarz- und Grüntee darf bei einer normalen Schwangerschaft getrunken werden – allerdings in Maßen.
- Empfehlung des Deutschen Hebammenbundes: Der Deutsche Hebammenbund rät dazu, eine Menge von 2-3 Tassen pro Tag nicht zu überschreiten, dann ist auch Darjeeling, Assam und Co. kein Problem in der Schwangerschaft.
Kräuterkunde & Regelwerk für Schwangere
- Koffein & Ätherische Öle: Grundsätzlich gilt: Koffein ist in Maßen erlaubt. Darüber hinaus sollten Kräuter mit hohem ätherischem Öl-Gehalt (Salbei, Pfefferminze, Ingwer, Süßholz) ebenfalls in Maßen getrunken werden.
- Die goldene Regel: Abwechslung ist die goldene Regel.
- Wichtiger Hinweis zu Himbeerblättern: Ach ja, eines noch: Himbeerblätter sind wehenfördernd und sollten daher erst kurz vor der Geburt getrunken werden. Oder vom Vater, vielleicht hilft das ja ein wenig, die mögliche Anspannung zu lindern :-)
WICHTIGER HINWEIS: Wichtig ist in jedem Fall die Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt und/oder der betreuenden Hebamme. Es gibt immer individuelle Ausnahmen und Einzelfälle, bei denen auf bestimmte Zutaten verzichtet werden sollte.