Was ist eigentlich Salzcaramel?

Erstaunlicherweise wurde ich häufiger mit skeptischen Blicken angeschaut, als ich mir vorher hatte ausmalen können, wenn ich Leuten von Salzcaramel-Tee erzählte. Möglicherweise war mir der Geschmack von salzigem Caramel aber auch einfach vertrauter. Im Vereinigten Königreich ist „salted caramel“ beispielsweise viel weiter verbreitet als hierzulande, z.B. in Form von Fudge.

Aber auch unsere direkten Nachbarn, die Franzosen, kennen die Kombination aus Salz und Zucker sehr gut. Ein Beispiel ist ein Klassiker der französischen Dessertküche: Beurre au caramel sale – eine Creme aus Sahne, gesalzener Butter und Caramel (Tipp: himmlisch zu Waffeln oder Pancakes, tut mir echt Leid, mein lieber Ahornsirup!). Dennoch gibt es auch bei uns traditionelle Kombinationen aus Süß und Salzig, oder haben Sie noch nie einen Kuchen gebacken, in den nicht eine kleine Prise Salz kam? Von Honig-Salz-Nüssen will ich erst gar nicht anfangen, diese kleinen, süchtig-machenden Leckereien…

Das Geheimnis ist die Verbindung dreier Grundgeschmäcker

Wir kennen in der Sensorik 5 Grund-Geschmacksarten: Süß, Sauer, Salzig, Bitter und Umami. Salz und Zucker verstärken sich in ihrem Geschmack, sind sozusagen natürliche, gegenseitige Geschmacksverstärker. Aus diesem Grund gehört in viele deftige Speisen eine Prise Zucker und umgekehrt ein Tüpfelchen Salz in Süßspeisen und Gebäck – in der richtigen Dosierung steigert sich der sensorische Eindruck durch die Kombination der beiden Grundgeschmäcker. Der Tee bringt die notwendige Bitterkeit mit, sodass in einem Getränk bereits 3 der 5 Grundgeschmäcker in ausgeprägter Form vorhanden sind. Der Tee wirkt also nicht mehr eindimensional, sondern offenbart mehrere Ebenen des Geschmacks.

Vielleicht ist das ein Grund, warum sich der Tee Salzcaramel aus dem Stand heraus zu einem Kundenliebling entwickelt hat. Oder es war gutes Timing, denn der Geschmack „salziges Caramel“ ist seit gut 2 Jahren überall zu finden, im Tee, in Eiscreme, in Desserts und bisweilen sogar in limitierter Auflage als Duschgel – von dessen Verzehr wir allerdings abraten :-)

Als besonderer Clou dienen französische Caramelstücke

Was macht unseren Tee darüber hinaus denn so besonders? Es sind die einzigartigen Caramelstücke! Ein kleiner, mittelständischer Betrieb aus Frankreich beliefert uns mit unvergleichlich guten Caramelstücken, die ohne Zusatzstoffe nach handwerklicher Art hergestellt werden: Sahne aus der Normandie und Meersalz aus Guarande sind Bestandteile dieser ganz besonderen Zutat.

So verwundert es auch nicht, dass unsere Tea Taster bei der Wareneingangskontrolle jeder Lieferung aus „Qualitätsgründen“ immer ein extra großes Muster anfordern; natürlich nur zur sensorischen Kontrolle versteht sich!

Über den Autor: Daniel Mack

Daniel Mack, Tea Taster. Seit gut 10 Jahren arbeitet Daniel Mack bereits im Teehandel und ist bei TeeGschwendner verantwortlich für den Einkauf asiatischer Tees, z.B. aus China, Japan oder Vietnam.

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  • toll erklärt, Chapeau!
    und macht große Lust auf probieren...
    so besuche ich kommende Woche “meinen” Herrn Tee in der Kirchbrunnenstrasse in Heilbronn

    Dankeschön und herzliche Grüße
    Elke

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